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Grüner Star

Wenn Patienten mit einem grünen Star den Arzt aufsuchen, ist es manchmal fast schon zu spät. Nämlich dann, wenn sie auf den Seiten kaum mehr etwas sehen. «Der grüne Star ist eine heimtückische Krankheit», sagt Dr. Andreas Pallas. Grund: Er entwickelt sich meist schmerzfrei über Jahre hinweg, und Patienten nehmen das Fortschreiten selber kaum wahr. Im schlimmsten Fall droht Erblindung.

Der grüne Star (Glaukom) entsteht durch eine Schädigung des Sehnervs
, besonders durch einen zu hohen Augendruck. Die meisten Glaukom-Erkrankungen treten nach dem 40. Lebensjahr auf. Ab dann sollte man auch eine erste Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt machen lassen. Wenn jemand familiär vorbelastet ist, rät Dr. Pallas schon vor dem 40. Lebensjahr zu einer Untersuchung.

Um den grünen Star aufzuhalten, gibt es folgende Massnahmen: 1. Augentropfen Bei vielen Patienten lässt sich der grüne Star dadurch bereits stabilisieren. Eine Grundidee ist, dass die Tropfen den Abfluss des inneren Augenwassers verbessern und dadurch den Augendruck senken. 2. Laser-Behandlung Mit dieser Methode wird ebenfalls der Abfluss des inneren Augenwassers angeregt. Vorteil: Die Lasermethode ist schonend und hat wenig Nebenwirkungen. Nachteil: Oft muss man den Vorgang wiederholen, denn mit den Jahren lässt der Effekt der Behandlung nach. 3. Operation Ein chirurgischer Eingriff kommt dann zum Einsatz, wenn die anderen Methoden den Augendruck nicht ausreichend senken können. «Bei der Operation wird in der Regel ein neuer Abflussweg angelegt», sagt Dr. Andreas Pallas. Bei ungefähr vier von fünf Patienten gelingt es dadurch, den Druck ausreichend zu senken, um ein weiteres Fortschreiten aufzuhalten.

«Das Entscheidende ist die Früherkennung! Regelmässig sollte der Augendruck gemessen und der Sehnervenkopf untersucht werden.»